Das Mühlsteinrevier RheinEifel

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Neue Referentin für Weltkulturerbe in Rheinland-Pfalz auf den Spuren der Mühlsteinproduktion

17. Mai 2023
Die neue Referentin für das Welterbe in Rheinland-Pfalz Alexandra Gath (Mitte) mit Projektleiter Nico Junglas (2. v. l.) und Vertretern des Arbeitskreises.

Seit dem 1. Januar 2023 ist Alexandra Gath bei der Generaldirektion kulturelles Erbe Referentin für das Weltkulturerbe in Rheinland-Pfalz. Die gebürtige Westerwälderin studierte zunächst Vorderasiatische Archäologie und darauf aufbauend World Heritage Studies, ein internationaler Masterstudiengang, der praktische Fähigkeiten sowie theoretisches Wissen rund um das Thema Weltkulturerbe vermittelt. Nach ihrem Studium arbeitete sie u.a. an der deutschen Botschaft in London und war an einer Museumskonzeption im Iran beteiligt. Im Rahmen ihrer neuen Tätigkeit ist sie nun mit einer Kollegin für die rheinland-pfälzischen Welterbestätten zuständig – und jene, die es werden wollen.

Klar also, dass sie auch dem Mühlsteinrevier RheinEifel, das sich derzeit um den begehrten Titel bewirbt, einen Besuch abstatten wollte. Projektleiter Nico Junglas erläuterte ihr dabei die Argumentation, die der Antrag verfolgt: Als ein für die Sesshaftwerdung des Menschen entscheidendes Werkzeug, ist der Reibstein eine Kulturtechnik von universeller Natur. Umso erstaunlicher, dass die Welterbeliste bislang keine Stätte der Reib- und Mühlsteinproduktion aufführt.

Das Mühlsteinrevier RheinEifel bewirbt sich als sog. serielles Kulturgut, d.h. es besteht aus mehreren voneinander getrennten Bestandteilen. Die insgesamt fünf Bestandteile des Mühlsteinreviers repräsentieren jeweils einen bestimmten Aspekt der Mühlsteinproduktion. Zusammen spiegeln sie eine 2000jährige Produktionskontinuität wider, von der bis zum heutigen Tage eine Vielzahl erhaltener Attribute Zeugnis ablegt.

Ein gemeinsames Mittagessen im Vulkan-Brauhaus, zu dem auch einige Mitglieder des Arbeitskreises dazu kamen, diente dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Austausch in größerer Runde. Den Schlusspunkt bildete der Besuch des historischen Andernacher Hafens, wo die Mühlsteine aus Mayen, Mendig, Ettringen und Kottenheim über Jahrhunderte auf Schiffe verladen wurden. Vor allem von dem Innenleben des Alten Krahnens, dessen Geschichte Dr. Kai Seebert, Direktor des Andernacher Stadtmuseums, kundig zu skizzieren wusste, zeigte sich Alexandra Gath tief beeindruckt. So bemerkte sie am Ende, dass die Bewerbung eine „runde Sache“ sei. Es wird vermutlich nicht ihr letzter Besuch des Mühlsteinreviers RheinEifel gewesen sein.

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