Unser Glossar

Dieses Glossar, das vom Geschichts- und Altertumsverein für Mayen und Umgebung e.V. erstellt wurde, versucht möglichst alle bergbaulichen, technikgeschichtlichen und volkskundlichen Begriffe des Mühlsteinreviers RheinEifel zusammenzutragen.

Der Schwerpunkt liegt auf dem mit der Gewinnung und der Verarbeitung der Basaltlava verbundenen Fachvokabular. Es sind aber auch sozialgeschichtliche Bezeichnungen, insbesondere mundartliche Ausdrücke, enthalten. Geologische, mühlen- und baukundliche sowie kunsthistorische Begriffe wurden nur in Ausnahmefällen in das Glossar aufgenommen.

A
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
P
Q
R
S
T
U
V
W
X
Y
Z

Buchstabe "A"

Abbauspaltung
Spaltung zum Herauslösen von Blöcken aus dem anstehenden Gestein.

abdecken
Entfernung der unbrauchbaren Deckschichten über einem Rohstoffvorkommen.

Abgedecks
mdl. Afjedecks; Bodenmassen über dem Lavastrom, die abgedeckt werden mussten und auf die Rötsch gelangten.

abglocken
auch: abglöcken, abglöckeln; im unterirdischen Abbau bezeichnet man so die Durchdringung der Decksteines bis auf die abbauwürdige Basaltlava.

ableyern
wenn sich durch Druck oder andere Einflüsse von einer Basaltlavaschiene Schaalen ablösen.

Abriss
mdl. Aafress; großer Abschlag beim Zuhauen eines Werkstückes.

absprengen
Arbeitsvorgang am Mühl- bzw. Werkstein, bei dem durch Verwendung des Sprengeisens die Rohform des Werkstückes hergestellt wird.

abteufen
in die Tiefe gehen; abtragen der Bodenschicht bis zu den Basaltköpfen

abschroten
Trennung des Gesteins durch wiederholte Schläge in eine Rille (vorrömische Steinspaltung mit einem keilförmigen Schrothammer, bei der durch wiederholte Schläge in einer Rille der Stein gespaltete wird).

anbeizen
Vorschlagen einer Spaltungslinie am Gesteinsblock.

anreißen
Vorzeichnen einer Arbeitslinie mit Kreide oder anderem geeigneten Material.

Adamserde
1790: Adams-Grunde ; volksmdl. Bezeichnung für den Dielstein;  vergl. auch Höllengrund.

Arbeitskopf
Aktive Abbauwand eines Bruchs, in deren Richtung der Abbau vorgetrieben wurde. Je nach Größe können in einem Bruch mehrere Arbeitsköpfe in Betrieb sein.

Arbeit »aus dem Vollen«
Nutzung natürlich vorfragmentierter Gesteine, wie sie etwa in Blockfeldern vorkommen. Ein passendes Naturstück wird als Rohling für das gewünschte Produkt verwendet.

Ast, Äste
Bildsprache, die den Lavastrom mit einem Baum vergleicht; so 1790: der Dielstein sey die Wurzel, die Schiene der Stamm, die Glocken die Aeste ; oberer Teil des Lavastromes, Siegel bzw. Deckgebirge.

Alter Mann
aufgegebener, ehemaliger, eben »alter« Steinabbau bzw. Grube

Arme
Teil des Siegels; Deckgebirge unmittelbar am Pfeiler eines unterirdischen Abbaues.

aufgestellt
Bezeichnung für einen aufgestellten Mühlstein (die Mühlsteine wurden in waagerechter Lage bearbeitet und anschließend senkrecht aufgestellt).

ausschalen
Unbeabsichtigtes Herausbrechen von Gesteinspartien bei der Keilspaltung an den Keilwangen. Im ungünstigsten Fall kann ein Ausschalen die Spaltung misslingen lassen.

ausschlagen
mdl. aus(je-)schloon; Zurichten der Werkstücke aus einem Roh-block; herstellen der Rohform des Werkstückes, roh zuhauen

Buchstabe "B"

Bänk    
Bank, im Sinne von Arbeitsbank; Arbeitsbank des Steinmetzen; meist aus einem geeigneten Rohblock,  später auch Ölfass

bänken, auf-    
mdl. bänke, offbänke; Rohstein auf die Bänk aufbringen, zur Bearbeitung auflegen.

Bänkkarre, Auf-    
einachsige Handkarre zum bewegen von Blöcken und Werkstücken; siehe auch Steinkarre.

Basaltlava    
erstarrtes, schwarzgraues, poröses, vulkanisches Gestein; Basaltgestein aus einem Lavastrom (Nephelin-Leuzit-Tephrit); mineralogisch nicht korrekter, archäologisch jedoch sinnvoller Begriff. Unter diesem Namen werden steintechnisch eine Reihe dunkler und poröser Vulkanite zusammengefasst, die in ihrer mineralogischen Zusammensetzung größere Unterschiede zeigen, in ihrer Eigenschaft zur Reib-, Mühl- und Werksteinherstellung (Porigkeit, Härte, Optik) jedoch große Ähnlichkeiten besitzen.
Steintechnischer Begriff (z.B. »Mendiger Stein«, »Mayener Stein« oder auch allgemein »Rheinische Basaltlava«). Petrographisch nicht korrekt. Meist handelt es sich um Tephrite (z.B. Mayen) oder Basanite (z.B. Mauerley und Hohe Buche). Da mit dem Begriff spezielle Materialeigenschaften, wie z.B. leichte Bearbeitbarkeit und Widerstandsfähigkeit, verbunden sind, wird er dennoch verwendet.

Bauer    
mdl. Bauer, Bauere; Schadensstelle am Werkstück, die während des Bearbeitungsvorganges entstehen kann, so beim umwerfen des Steines, aber auch für falscher Schlag, Unfall; die Bezeichnung wird insbesondere für spezielle Fehler des Steinbrechers und (vor allem) des Steinhauers, -metzen verwendet, wenn ein zu wuchtig ausgeführter Hammerschlag zu einem Ausbrechen des Rohblocks unter der gewünschten Oberfläche führt; ein solcher sichtbarer Fehler wird »Bauer« genannt.

Bauernsteine    
kleinere Abfallsteine (kleiner als Schläg); kleine Pflastersteine (2. Wahl), die u.A. auch für die Pflasterung von Dorfstraßen, Höfen, Viehställen genutzt wurden und daher Bauernsteine genannt wurden.

Bauschalen    
Abfallprodukt bei der Herstellung der Rohform eines Werkstückes; eigneten sich aber zur Herstellung von Mauerwerk; siehe auch Schläg.

Belgier    
Zugpferde (belgischer Zucht ?) für die schweren Steintransporte; starke, robuste Pferdeart, daher besonders geeignet.

Bell    
Handwerkszeug, einseitiger Spitz-, Keilhammer; diente früher hauptsächlich zum Ausschlagen der Achslöcher in den Mühlsteinen. Die Bell war in Niedermendig, wo sie nur Spitz genannt wurde, länger in Gebrauch. Sie diente dort im Untertagebau wegen der dort vorhandenen beengten Verhältnissen.

Bernhard    
Werkstück, das nicht den geforderten Bedingungen (falsche Abmaße, Proportionen etc.) entsprach.

Besatz    
Hilfsmittel, meist kantige Steinbrocken, das beim Brechvorgang in der Abbauwand dann eingesetzt wird, wenn durch Klaafweck und Watzen bereits ein großer Spalt entstanden ist und für den weiteren Spaltvorgang nicht mehr reichen.

Bierkeller    
In der untertägigen Glockenhalle eingerichteter Lagerraum mit einer gleichmäßigen kühlen Temperatur für die Lagerung des Bieres. Ausgestattet mit Sockelsteinen zur Fasslagerung, Verladerampen für Bierwagen, Temperaturschächten, Zugang durch Treppenschacht und hochgemauerten Zwischenwänden.

Bildchen    
scherzhafte Bezeichnung für ein Strafmandat (von 5 Mark) bei unerlaubten trinken von Alkohol während der Arbeitszeit

Bloch    
siehe Dielstein.

Bille    
Spezialwerkzeug des Müllers zur Nacharbeitung der Schärfung von Mühlsteinen. In das verdickte Ende eines hölzernen Schaftes ist die eiserne Billenklinge deichselartig quer eingesetzt.

Bliedenstein    
Steinerne Geschosskugel aus dem Mittelalter.

Blockfeld    
Natürlich entstandene Fläche mit zahlreichen, aus dem Gesteinsverband gelösten Blöcken. Entsteht z.B. durch einen in Hanglage anstehenden Lavastrom, dessen randliche Säulen hangabwärts stürzen, oder im Granit durch Wollsackverwitterung.

Blockfeldgewinnung    
Neolithische Gewinnungsform, bei der die natürlich zerteilte Basaltlava am Rande des Lavastromes gewonnen wurde.

Blockspaltung    
Spaltung zur Gewinnung von kleineren Blöcken aus bereits abgebauten oder natürlich (z.B. in Blockfeldern) vorliegenden, größeren Blöcken.

Blockzurichtung    
Spaltung zur Zurichtung von Blöcken auf ein gewünschtes Rohmaß.

Bon    
Gutschein für den Kauf von Bier und Fettiges (mdl. Fettijes)

Bonaparte, Bonapartshut    
(wohl scherzhafte) volkstüml. Bezeichnung der Steinbrucharbeiter für die spätlatenèzeitlichen Reibsteine. Anfang des 19. Jahrhunderts setzt die verstärkte Nutzung der vor- und frühgeschichtlichen Abraumhalden in den Mayen-Kottenheimer Grubenfeldern ein. Auf die mit der Herstellung von Kleinschlag befassten Kiesklöppern muteten die ihnen in Form und Bedeutung unbekannten Reibsteine wie »Bonapartshüte« (kurz: Bonaparte) an.  Erst seit einer wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem vorgeschichtlichen Basaltlavabetrieb wurde von Peter Hörter – wohl in Anlehnung an den Volksmund – der Begriff »Napoleonshut« geprägt.

Bodenstein    
Unterlieger.

Bordstein    
mdl. Boardstaan; Straßenrandsteine verschiedenster Art; z.B. Kölner Kännel.

Bordsteinschrupper    
Steinhauer, der speziell Bordsteine herstellt; meist angelernter Arbeiter, der sich auf die Herstellung von Bordsteinen spezialisiert hat.

Bohrloch    
In das Gestein gebohrtes Loch zur Aufnahme von Keilen (Typ BB kurz und schmal) oder Sprengladungen (Typ BA lang und weit; Schußloch).

Bosse    
auch mdl. Bezeichnung; Bau- bzw. Mauersteine mit vorgewölbter, rauer, nämlich bossierter Sichtfläche.

Bossen
Gestalt der Steinoberfläche, die sich durch das Bossieren des Werkstücks ergibt.

bossieren    
rohes zurichten einer Steinfläche; grobes Herausarbeiten der Form eines Werkstücks aus Stein mit dem Schlag.

Bottiche    
in der chemischen Industrie verwendete Wannen aus Basaltlava.

botze, jebotzt    
mdl. Bezeichnung; kommt von putzen und bedeutet aufräumen des Arbeitsplatzes, aber auch sauber arbeiten des Werkstückes.

Brandwa(c)ken    
1790: Brandstein; Basaltlava mit schädlichen Mineraleinschlüssen.

Bremsberg
schiefe Gleisbahn in den Niedermendiger Tagebau-Brüchen, die von den Lavaköpfen bis zur Geländeoberfläche verband; beladene Loren wurden mit Hilfe einer Seilwinde hochgezogen.

Brechstange    
langes, starkes Hebeleisen.

Breitstein    
1682: runder Breitstein;  außergewöhnlich großer Mühlstein; größer als ein 17er Mühlstein.

brimsen    
bsp. »die Hand brimst«; die bei einem kontinuierlichen ausgeführten Arbeitsvorgang am Stein in die Hand des Bearbeiters rückschlagende Vibration.

Britz, Britzband    
Tuffschicht im Oberboden über dem oberen Niedermendiger Lavastrom; auch Hollereif genannt.

Britzel    
1789: Britzel; eiserner Keil.

Bruch    
Steingrube

Bruchzoll    
Sicherheitszuschlag beim Rohblock auf die Maße des gewünschten Blocks.

Brustmauer    
Trockenmauer am Rand der Tagebaugrube, meist im Bereich eines Kranes.

Buchstabe "C"

Catillus
Oberstein (Läufer) eines Mahlganges, der Name rührt wahrscheinlich von den trichterförmigen Läufern der Uhrglasmühlen pompejanischen Typs her – catillus bedeutet nämlich Schüsselchen.

Buchstabe "D"

Däuarm    
Hebelbalken an der senkrechten (Wickel-)Achse (= Winden-Spill) des Göpelwerkes.

däuen, gedaut
bewegen des sog. Däuarmes am Göpelwerk durch menschliche Muskelkraft.

Däukette    
mdl. Däukett; Zugkette des Göpelwerkes; ersetzte 18XX das bis dahin verwendete Seil.

Dielstein    
1790: Dielstein, 1808: Dülstein; unterster, plattig zerklüftete Teil des Lavastromes, der keine bzw. kaum Blasen/Poren hat und sich durch seine Dichtigkeit vom restlichen Lavastrom unterscheidet; daher nicht nutzbar; auch Bloch, Framm genannt.

Drahtseilsäge    
Seilsäge.

Dreifußgestell    
mdl. Bock, Dräibock; Gestell zum Heben und Wenden von Lasten mit dem Flaschenzug.

Dreizehner    
Mühlstein von 13 Zoll (Daumen) Dicke und 13 Palm (Hand) Durchmesser.  

Dötzer    
aus Nordamerika eingeführter Hammer, daher auch »Amerikaner« (auch amerikanische Flächt) genannt, mit beiderseits eingesetzten dünnen Stahlplättchen (7-8 Stück, 4 Zoll lang); Scharrierhammer.

dötzen    
mdl. dötzen, jedötzt; fein scharrieren; arbeiten mit dem Dötzer.

Durchhau    
mdl. Dorchhau; Handwerkszeug, dessen Eisenkopf an einer Seite aus einer Beilschneide und an der anderen Seite aus einem stumpfen Schlagkopf/-fläche besteht; diente zur Herstellung einer gleichmäßigen Schraffur (scharrieren) der Steinoberfläche; auch Spaltwerkzeug.

Dynamit    
Geeigneter Sprengstoff zur Gewinnung von Schotter und Beseitigung von unbrauchbarem Gestein.

Buchstabe "E"

Einbeinstuhl    
Sitzmöbel des Steinhauers, das beim Einsäumen der Lagerfläche eines Mühlsteines eingesetzt wurde; diente in erster Linie als Arbeitsbühne, gleichzeitig aber auch als Arbeitserleichterung.
 
Eisenkeil    
Seit der Römerzeit belegtes Werkzeug für das Steinspalten.

Erbherr    
Historische Bezeichnung für den Betreiber einer (untertägigen) Steingrube. Da Grundeigentümer und Betreiber im 19. Jh. in der Regel einunddieselbe Person waren, ging die Bezeichnung auch an den Grundeigentümer über, der schließlich auch nur noch kurz als »Erbe« bezeichnet wurde.

Erbengeld    
Gewinnanteil des Steinbruchbetreibers am Mühlstein im Rahmen des Erbbaurechts;
»Eine wechselseitige Entschädigung benachbarter Eigenthümer der Steinbrüche unter folgenden Verhältnissen: Bei Hinwegnahme des Seigers von der Seite des einen Nachbarn aus ist dieser observanzmäßig verpflichtet, 1. für jeden Siebenzehner die Hälfte des sogenannten Erbengeldes an den anderen Nachbarn zu zahlen, 2. beim Aufbauen der Häg Hammerzug zu lassen. Das Erbengeld berechnet sich folgendermaßen: Von dem Werthe des ganzen Mühlsteins erhalten die Leyer zwei Drittel, ferner wird ein Elftel des ganzen Werthes als Lehngeld abgezogen, für die Kette jedesmal 7½ Sgr. Und für Lagergeld eines jeden Siebenzehners 22½ Sgr. Der Rest ist das Erbengeld, in welches sich nun die beiden Nachbarn theilen.«

Erster Montag    
mdl. üaschte Mondach; erster Montag nach dem Zahltag, der alle 14 Tage am Samstag stattfand; später: blauer Montag.

Essensträger    
mdl. Soppeträja; Frauen, aber auch Kinder brachten jeden Mittag in Henkelmännern warme Mahlzeiten zu den Arbeitern auf den verschiedenen Grubenfeldern.

Eulenlösung    
mdl. Euleseich; mit Kalksinter überzogene Basaltlsäulen; Kalksinter, der in Spalten eingedrungen ist.

Buchstabe "F"

Fäule    
mdl. Fäul; rot, bröckelige Verschlackungen im Stein bzw. Unterbrechung des Steinvorkommens durch Schlacken oder Sonstiges.

Fäustel
(= Schlägel, Schlegel) jüngere, Hammerform aus Stahl mit zwei quadratischem Schlagköpfen und einhändig geführtem Stiel zum Treiben und Schlagen; wurde zusammen mit dem Meisel zur Feinbearbeitung der Oberfläche eingesetzt.

Fäßchen    
mdl. Fäßje; kleines Fass Bier von 10 bis 15 Liter Inhalt

Fahrung    
bergmännische Bezeichnung für das Betreten bzw. Verlassen eines Steinbruches, vornehmlich Bergwerke; eine Befahrung geschah in Mayen meist über Leitern, im unterirdischen Abbau auch über Treppenanlagen in geneigten Schächten; in Niedermendig ausschließlich.

Fettiges    
mdl. Fettijes; fetthaltige Mahlzeit (Zubehör, Viertelchen), in der Regel Wurst.

Feuersetzung    
Vorgeschichtliche Abbautechnik im Steinabbau, im Erzbergbau noch teilweise bis in das Mittelalter üblich. Der Stein wird mit einem starken Feuer mehrere Stunden lang erhitzt und dann durch Übergießen von Wasser schlagartig abgekühlt; so platzen flache Gesteinsscherben ab.

flächten, flechten, flächen    
auch: überflächen; Arbeitsvorgang mit der Flächt oder einem beilartigen Hammer: reinarbeiten (sauberflächten, glattflächten) einer Fläche; Charakteristische Spuren sind meist parallel liegende lange und schmale Schlagmarken.

Fläche, Flächte    
mdl. Flächt; Steinbearbeitungswerkzeug mit zwei Beilschneiden, 8 bis 10 Pfd. Schwer, an einem 20 Zoll langen Stiel, 2½ Zoll langer Schärfe. Sie wird zum Reinarbeiten, Flächenarbeiten der Werkstücke gebraucht. Beidhändig geführtes Handwerkzeug mit 30-40 cm langem Holzstiel und Kopfstück aus Eisen mit zwei zum Stiel parallelen, bis ca. 10 cm langen Schneiden, zur abschließenden Glättung der Oberfläche nach der groben Bearbeitung.

Förderkorb    
starke Körbe zum Ausfördern der gewonnen Steine, mit Ausnahme der schweren Mühlsteine, welche an der Kette zu Tage gefördert werden. Die Förderkörbe waren aus ¾ Zoll dicken Eichen- und Buchenstämmchen bzw. Pelzweide geflochten und hatten einen Boden aus Eichenholz. Das Gerippe war durchschnittlich 4 Fuß lang, 2½ Fuß breit und 18 bis 20 Zoll hoch.

Framm    
unterster, nicht brauchbarer Teil des Lavastromes, der keine Blasen/Poren hat und sich durch seine Dichtigkeit vom restlichen Lavastrom unterscheidet; daher nicht nutzbar; auch Bloch, Dielstein genannt;  als frammartig werden auch poren- bzw. blasenfreie Zonen mitten im Lavastrom bezeichnet, welche nicht nutzbar sind;

fratzig    
Bezeichnung für einen schwer zu bearbeitenden Stein

Fünfzehner    
Mühlstein von 15 Zoll (Daumen) Dicke und 15 Palm (Hand) Durchmesser.

Buchstabe "G"

Gangstücker    
1689: Gangstücker; Steinhauerarbeit, speziell Bodenplatten.

ganz    
Mühlstein bzw. Werkstein ohne Risse und ohne größere Einschlüsse.

ganz lahm    
Mühlstein, Werkstein mit Riss, der mit einem Eisenreifens zusammengehalten werden muss.

Gatter    
beweglicher Vorderteil der Winde, an welchem über einer daran befindlichen Seilscheibe die Treibekette in den Schacht/Grube hängt.

Gebräch, Gebrech    
aktuelle Bruchwand im Steinbruch; bezeichnet allgemein den Arbeitsplatz im Steinbruch.

Gefähr    
auch Gelaß genannt; Absonderungsklüfte im Lavastrom bzw. Klüfte zwischen den Schienen.
 
Gegenkeilung    
Beim Brechen von Steinen mit Keilen Unterstützung der Hauptspaltungslinie an der Langseite des Blocks durch zusätzliche Keile an der Schmalseite.

Geglöcks    
Deckengewölbe bzw. gesamter Untertagebau (der aus mehreren Glocken besteht).

Gelaß    
Gefähr.

Geleucht    
Leuchtmittel untertage in ihrer Gesamtheit.

Geschirr    
mdl. Jescheer; Werkzeuge in ihrer Gesamtheit; Handwerkszeug der Steinhauer.

Gewächs    
mdl. Jewächs; »an zwei im Durchmesser gegenüberliegenden Stellen die natürlichen Kinstflächen, um zu zeigen, daß aus der Schiene kein größerer Mühlstein hat gemacht werden können.«

Gewände    
mdl. Jewänner; 1500: doren[steyne], fynstersteyne. Werksteine zur Einfassung von Türen und Fenster.

Gezähe    
Werkzeuge in ihrer Gesamtheit; entspricht Geschirr.

Glättung    
abschließende Oberflächenbearbeitung eines Werkstücks.

Glocke    
in die Tiefe glockenförmig aufgeweiteter Untertagebau.

Glocken    
1789: Klocken ; 1790: Glocken; Deckengestein bzw. Deckengewölbe, die stehen gebliebene oberste Steinschicht, das Siegel, da die Steinblöcke wie Glocken an der Decke hängen

glocken    
1789: klocken, durchklocken; Arbeitsvorgang im Geglöcks; aushöhlen im Zusammenhang mit dem Anlegen des Untertagebaues; Anlegen einer Glocke.

Glockenhalle    
Großer untertägiger Abbaubereich mit Basaltsäulen als Stützen des Deckgewölbes.

Glockenschacht    
Kleiner Abbaubereich unter dem Schacht (Spätmittelalter und Frühneuzeit).

Göpel    
Göpelwerk.

Göpelwerk, Göpelwinde    
auch kurz: Göpel; 1790: Göpel ; Hebewerk für Steine, dessen Seil sich um die senkrechte Spindel windet und von Zugtieren und /oder Arbeitern betrieben wurde; auch als Winde (mdl. Wenn) bezeichnet.

Grubenbesitzer    
im 19. Jahrhundert, mit dem Untergang des Leyenrechts, aufkommende Bezeichnung für den Besitzer bzw. Betreiber des Grubenbetriebes, der nicht immer auch Eigentümer des Grundstückes sein musste.

Buchstabe "H"

Häg    
eine Bruchsteinwand (i.d.R. Trockenmauer) in den Mühlsteingruben, deren Brust dem noch nicht abgebauten Feldesteile zugekehrt ist. Diente als Stützmauer für den Schutt, wenn kein Seiert stehen bleiben soll.

Hällefte; Helft    
mdl. Bezeichnung; hölzerne Hammerstiele aus Eiche (Eichetrümmchen).

Handmühle    
Von Hand betriebene Rotationsmühle, welche aus zwei aufeinander laufenden und zentrierten, zylindrischen Handmühlsteinen besteht. Nach Hörter sollten als Handmühlen Mühlsteine mit max. 50 cm Durchmesser bezeichnet werden.

Häng    
langgezogener Melderuf des Layers für das an der Kette fertig befestigte Fördergut.

Hängendes    
Über Geglöcks befindliches Gestein (oberer Teil der Schienen).

hammerrecht    
mdl. hammerrächte; roh ausgeschlagener Stein; Zustand vor allem bei Bord- und Grenzsteinen; aber auch bei Mauersteinen.

Hammerzug    
Arbeitsraum, -bereich; der freie Raum zwischen der anstehenden Basaltlava und der Häg, welcher so groß sein muss, dass der Layer »freien Gebrauch von seinem Gezähe machen« bzw. ungehindert arbeiten kann.

Hangendes    
über dem Stollen befindliches Gestein.

Handwinde    
kleine Winde zum Bewegen von Werkstücken; wurde auch in der Abbauwand eingesetzt.

Hartbasalthammer    
In den Steinbrüchen der Region um Mayen häufig gefundenes vorgeschichtliches Steinmetzwerkzeug unterschiedlicher Größe aus Hartbasalt mit stumpfer Schneide und Schäftungsrille. Die typologisch korrekte Bezeichnung lautet »Rillenbeil«, der Begriff hat sich jedoch durchgesetzt.

Hartbasaltkugel    
In den Steinbrüchen der Region um Mayen häufig gefundenes vorgeschichtliches Steinmetzwerkzeug mit noch ungeklärter Funktion. Es handelt sich um unterschiedlich große Kugeln aus Hartbasalt.

Hebeeisen    
mdl. Hewele; eisernes Hilfsmittel zum Lösen der Blöcke aus der Abbauwand (Brechstange) und zum Anheben von Werksteinen;

Hebespaltung    
Horizontal angelegte Abbauspaltung, die den Block aus dem Anstehenden hebt.

Hebeschuss    
Horizontales Schussloch.

Henkelmann    
mdl. Soppeblech; Essgeschirrr;

Hitzerillen    
sollen die Reibungshitze der Mühlsteine ableiten

Hohle Pfeiler    
dritter, gegenüber den beiden anderen eingerückter Basaltlava-Stützpfeiler (Schiene) unterhalb des Förderschachtes; (Mitteilung v. Peter Mittler);

Holm    
Winde.

Hollereif    
Britzband; Tuffschicht im Oberboden über dem oberen Niedermendiger Lavastrom.

Höllengrund    
1790: Höllen-Grunde; volksmdl. Bezeichnung für den Dielstein;  vergl. auch Adamserde.

Hotten    
Körbe zum Abtransport von Oberboden, Schutt

Hühnerpick    
mdl. Hönapick (my), Hönepick (men); sichtbare Arbeitsspuren des vorangegangenen Arbeitsvorganges, welche vermieden werden sollten.

Hüttendreck    
mdl. Höttedreck; Feinabfall, Steinstaub am Arbeitsplatz, der sich auf den Boden niederschlägt.

Buchstabe "I"

Irdene Pfeife
mdl. Ärepeif; bei den Arbeitern der Grubenfelder gebräuchliche Pfeife aus Ton; es gab spezielle Arbeiter, die neuen Pfeifen einrauchten; geraucht wurde Morbacher Strang; vom Strang wurden Stücke abgeschnitten, in der Hand zerrieben und in Schweinsblasen zur Erhaltung der Feuchtigkeit aufbewahrt.

Buchstabe "J"

Juffer, Jungfer
mdl. juffer; 1682: Jungfer, 1789: Juffer; Mühlsteine, die nicht die dazugehörige Sollstärke hatten.

Buchstabe "K"

Kabänes    
mdl. Bezeichnung für einen großen, aus der Abbauwand gelösten Block.

Karbonrondumscheibe    
Steinsägeblatt.

Karre    
Steinkarre.

Kapuziner    
mdl. Kappezinner; bereits bezahlter, aber noch nicht angefertigter oder gerade erst begonnener Werkstein.

Kaul, Kaule    
1789, 1790: Kaul; Steinkaul, nennt man eine Grube, worin ein Steinbruch betrieben wird.

Kesselbruch    
Geschlossene Rundgrube ohne Zufahrtsrampe; im Gegensatz zur Lehnengrube.

Keilbleche    
Lamellen.

Keilgraben    
Extrem tiefe Form der Schalrinne, zur Gewinnung von sehr großen Rohblöcken angewendet. Im Gegensatz zum Schrämgraben, welcher im Winkel (meist 90°) zur späteren Keilspaltung steht, wirken hier die Keile im Grund des Grabens parallel zu diesem.

Keilrille    
Selten »Keilnut«. Eine durchgehend geschlagene Rille mit v-förmigem Querschnitt zur Aufnahme von eisernen Keilen. In den Basaltlavabrüchen der Eifel sind drei Typen nachgewiesen: Typ RA ist meist ca. 0,5 m lang und relativ breit. Augenscheinlich ist in dieser Art während des gesamten Mittelalters abgebaut worden – soweit nachweisbar mit wenigen, dafür aber sehr breiten Keilen. Typ RB kann Längen von 3 m und mehr erreichen, mit etwa 5 cm Breite ist er im Vergleich zu Typ RA eher schmal. Bei dieser neuzeitlichen Abbautechnik wurden schmale Keile von nur 3 cm Breite verwendet.

Keilspaltung    
Spaltung des Gesteins mittels Druck, welcher durch das Einschlagen von meist in Reihe stehenden Keilen in vorbereitete Vertiefungen erzielt wird. Die Vertiefungen können entweder Keiltaschen, Keilrillen oder Bohrlöcher sein. Nur bei sehr weichen Gesteinen kann dabei durch die Spitzen der Keile zusätzlich eine schneidende Wirkung erzielt werden, sonst erfolgt die Spaltung alleine durch den Druck der Keilwangen. Die verwendeten Keile bestehen aus Eisen; Ausnahmen sind die bei der Quellkeilspaltung eingesetzten Holzkeile.

Keiltasche    
Vertiefung zur Aufnahme eines einzelnen Eisenkeils. Für eine Spaltung wurden mehrere Keiltaschen in Reihe gesetzt. Auch hier sind mehrere Typen nachgewiesen. Typ TA besitzt meist trapezförmige Längsschnitte und ist oft in Schalrinnen angebracht. Er ist charakteristisch für die römische Abbautechnik des 2. und 3. Jahrhunderts. Scheinbar werden die Schalrinnen im 4. Jahrhundert seltener, zumindest gibt es sie an der Mauerley recht selten. Typ TB kommt nur ohne Schalrinnen vor und hat meist v-förmige Längsschnitte. Möglicherweise handelt es sich hier um hochmittelalterliche Abbauspuren. Typ RC schließlich ist in den Mühlsteinbrüchen des Bellerberg-Vulkans für das 1. Jahrhundert n. Chr. nachgewiesen. Die Rille dient hier als Sollbruchstelle, zur Aufnahme der Eisenkeile wurden nämlich eigene Keiltaschen in der Keilrinne angelegt. Diese Keiltaschen können sehr groß sein.

Keilwangen    
Die Seitenflächen eines Keils, welche die eigentliche Keilarbeit leisten.

Kies    
Schotter;

Kieshammer    
mdl. Kisshammer; Werkzeug, Hammer zum Zerkleinern von Abfallsteinen zu Kies, Schotter.

kiesklopfen    
Von Hand Schotter herstellen.

Kiesmaschine    
Brechwerk, Schotterwerk oder Steinbrecher, der maschinell Schotter herstellt.

Kihr    
14tägige Arbeitsperiode, die mit dem Zahltag, einem Samstag (= letzter Samstag) abschloss; bei 10-12 Arbeitsstunden pro Tag;

Kipper    
Pflastersteinschläger.

Kirchensteine    
1500: keirghensteynger; höherwertige Werksteine (Steinmetzarbeiten), die besonders im Kirchenbau benötigt wurden.

Klaafweck    
(großer ?) Weck, in der Regel mit beigesetzten Watzen verwendet.

Klauenkette    
mdl. Klaue-Kett; Kette mit Ring und Greifglied zur Förderung überschwerer Blöcke.

Klöppelhammer    
ältere, längliche, fassartige Form aus (Buchen?)Holz, von welchem man nur die Kopfseiten benutzte; Vorläufer des Fäustels; für die Arbeit mit dem Scharriereisen, Sprengeisen, Meißel;  vergl. auch die Verwandtschaft mit dem im Basaltlavabetrieb in Regel nicht benutzten Klöpfel, Klipfel = ein aus Buchenholz gefertigter, halbkreisförmiger Kopf mit kurzem, einhändig geführten Stiel zum Treiben und Schlagen von Eisen.

Knaupen    
mdl. Knuppe; heißt jeder losgebrochene Stein in den Mühlsteingruben, ohne Unterschied der Größe.

Knebel    
mdl. Knewele; Sicherung von Ketten.

knuppe, jeknuppt    
mdl. Bezeichnung; kommt von Knuppe; schlagen, geschlagen, eine Knuppe, einen Stein bearbeiten.

Kollergang    
Spezielle Kraftmühle. Auf einem zylindrischen, liegenden Unterstein laufen ein, meist zwei (einander genau gegenüber) senkrecht gestellte zylindrische Läufersteine. Diese laufen wie Räder im Kreis auf dem Unterstein. Nie zur Mehlproduktion verwendet.

König    
senkrechte Schwenk- bzw. Drehachse eines elektrisch betriebenen Grubenkranes, die in einem gemauerten, betonierten Sockel eingelassen wurde.

Kopf, Köpfe    
Steinmetz- oder auch Steinbrecherausdruck für die beiden kleineren, sich gegenüberliegenden Seitenflächen eines Quaders.

Köpfe    
siehe Siegel.

Kopfspaltung    
Abspaltung der Schmalseite an einem Quader- bzw. Rohblockkopf.

Krätzer    
Werkzeug zum Reinigen der mit Weckhammer und Stahlrohr in den Stein getriebenen Bohrlöcher.

Kraftmühle    
Rotationsmühle, welche von Menschen, Tier- oder Wasserkraft (später auch Wind- und anderen Antriebskräften) betrieben wird. Sie besteht aus zwei meist zylindrischen Kraftmühlsteinen, welche plan aufeinander liegen (Ausnahme: Kollergang) und zentriert sind. Der Antrieb erfolgt nicht direkt, sondern mittels einer Übersetzung, mindestens ein längerer Hebel.

Kran    
mdl. Kranne; elektrisch betriebener Förderkran an einer Tagebaugrube; von 1904 bis in die 60er Jahre gebräuchlich.

kröpfen    
mdl. kröppe, jekröppt; Profil eines Werkstückes um eine Ecke führen.

Krone    
mdl. Krunn; mittlerer Teil des Lavastromes.

Krottenlöcher    
mdl. Kruttelöcher; volksmundliche Bezeichnung, kommt von Krötenlöcher und bezeichnet übergroße Poren, faustgroße Nester im Stein, die von einer Gasansammlung in der Lava herrühren

Krotzen    
Lokale Bezeichnung für die rötlichen Schlacken, welche den meisten Lavaströmen aufliegen und aus denen auch die Schlackenkegel-Vulkane aufgebaut sind.

Kubiklay    
angepachtete, kleine Steingrube; der Stein wurde in Kubikmeter mit dem Eigentümer abgerechnet.

Kummer    
1389: Kommer; Steinbruchschutt, der auf die Halde gelangte. Zum Kummer zählten auch missglückte Mühlsteine und Steinblöcke, die keinen Mühlstein mehr ergaben. Gegen ein Trinkgeld wurden diese Steine abgegeben. Noch in den 30er Jahren des 19. Jhs. wurden diese Steine den Steinmetzmeistern innerhalb der Stadt Mayen für eine freie Zeche überlassen. Dieses »Gelage« wurde am Gründonnerstag beim Gastwirt Molitor in der Brückenstraße abgehalten. Der Wert der Zeche durfte 6 Reichstaler nicht überschreiten.

Buchstabe "L"

laden    
mdl. laade; Kommando, Aufforderung des Fuhrmannes auf der Traacht an die Arbeiter, die Fuhrwerke zu beladen.

Lager    
Bezeichnung für die natürliche Schichtung eines Gesteins im Steinbruch und die Orientierung daraus gewonnener Blöcke. »Im Lager« bedeutet, dass der gemeinte Block parallel zu dieser Schichtung herausgebrochen wurde. Ist keine natürliche Schichtung erkennbar oder nicht vorhanden, so bedeutet »im Lager«, daß der entsprechende Stein horizontal, also durch eine Hebespaltung, gewonnen wurde.

lahm    
mdl. lamm (Staan woar lamm); 1557: lembt ; Mühlstein mit einem unschädlichen, kleinen Riss.

Lamellen    
mdl. Lämel(e); Keilbleche bzw. Eisenplättchen, 3-4 mm stark, wie Watzen, aber kleiner; nach Nöggerath etwa 2 Zoll im Quadrat große, dünne Blechstückchen, welche zu beiden Seiten der Wecke angelegt werden, damit letztere bei Eintreiben zwischen denselben gleiten.

Laufkran    
wagenartiger, auf Schienen laufender Kran, der unterhalb der Decke einer Werkhallen angebracht ist;

Läufer    
Beweglicher, oberer Teil einer Mühle oder eines Reibsteinpaars im Gegensatz zum Unterlieger.

läuten    
Gesamtheit der Arbeitsgeräusche des Steinbruchgebietes, welche vornehmlich bei der Bearbeitung der Basaltlava durch Hämmer entstand.

Lay, Ley    
1318: Leyge, 1320: leye, 1361: leye, 1389: Ley, 1403: Leyhen, 1408: Leyen, 1463: Leye, 1481: leyen, 1500: leye, leyen, 1802: Lay, Steinkaule, vergl. 1344/45: lat. peciis saxosis = Steinige Stücke bzw. Steinbruch; ebenda auch lat. lapifodina = Steinbruch.
Ley = Stein, Fels; mit Lay wird allgemein der Steinbruch bezeichnet; durch ein Adjektiv wird der Steinbruch hinsichtlich Lage, Bodenschatz oder Produkt näher bezeichnet (z.B. Werkelslay für Steinbrüche am östlichen Ausläufer des Hochsimmer-Lavastromes; Decksteinleyen für Schiefersteinbrüche); in den Mayen-Mendiger Basaltlavaabbaufeldern wird der Begriff Lay für jede Mühlsteingrube bzw. für die Abbaufelder als die Gesamtheit der Gruben benutzt. In Mayen hat sich der Begriff auch als älterer Flurname für die römisch-mittelalterlichen Abbauzonen überliefert.  
Mayen (Hochsimmer): willikens-, wilkins-, wyllekins leyen (1348), Wilkins Leye (15. Jh.), Wilkinsleyen (1536), Wilkesleyen, Wilkeslay (1540), Wylkes Leyen (1543, 1550), Wilckes Ley (1559), Wilckesleyen (1567); Mutzenleyen (1342), mutzeleyen (1348);
Mayen (Bellberg): Leyge (1318), hinder den leyen (1348), hinder den Leyen (1408), hinder den Leyen (um 1470), hinter den Leyen (1536), hinder den Leyen (1588), hinter den Leyen (1614);
Mayen/Kottenheim (Bellberg): Gotzinleye (1362), Gotzinleye (1379);
Mendig: Wasserlaye (1344), Nuwer Leyen (1532), Bornleyen (1551), Engelslay (1735), Grünkäsges-Ley (1609),

Layer    
1500: leyer, 1789: Layer; vergl. 1469: Steinbrecher, 1789: Steinbrecher.
Arbeiter in der Lay; Steinbrecher im Mühl-, Werkstein- und Schotterbruch; als Layer bezeichnet man ausschließlich den Arbeiter in einer (ober- oder untertägigen) Grube. Er ist derjenige, der die Blöcke aus der Abbauwand bricht und die Werkstücke in ihrer Rohform ausschlägt, bevor sie gefördert werden.

Lehm    
mdl. Lahm; mehr oder weniger hohe Lösschicht auf dem Lavastrom;

Lehnenbruch    
gegen einen Hang angelegter Steinbruch; Zugang und Schuttstapelung unterhalb im Hang.

Lehngeld    
1403: Steinbruchzins; 1519: Lehnpfennige; Gewinnanteil des Grundstücksbesitzers eines Steinbruches am [Mühl-]Stein.

Lehnherr    
1789: Lehnherr; ist nach dem alten Leyerrecht der Grundstückseigentümer, der das Grundstück an den künftigen Betreiber, dem Erbherr, zur Anlegung einer Grube verlehnt. Er war zuständig für die Lieferung und den Transport des Holzes für die Winde.

Lehre    
Messinstrument zum Abmessen einer kleinen Strecke;

Lette    
Lehm-Löß-Schicht im Oberboden über dem oberen Niedermendiger Lavastrom; darin viele Überreste vom Mammut, Hirsch, Pferd und Abdrücke von Bäumen und Pflanzen, daher auch »Altes Erdreich« genannt;

Leyenrecht    
1389: <Leyenrecht> v. Niedermendig , 1408: LeyenLeenherrenGewanheit und Recht , 1500: leyenwerk  [i.S. von Leyenrecht], vergl. hierzu: 1728, [Laacher] Layen-Schultheiß ; regelte das Verhältnis zwischen dem Lehnherr (als Eigentümer des Grundstückes), dem Erbherr (als Betreiber der Mühlsteinkaul) und dem Layer bezüglich der Pflichten und Rechte bei der Anlegung und dem Betrieb einer Mühlsteinkaul und den zustehenden Gewinnanteilen an einem Mühlstein.

Lorengleise    
verlegbare Schmalspurbahnschwellen für den Transport von Rohblöcken vom Kran zur Traacht, zu den Steinhauerhütten und dem Schotterwerk für die Kiesherstellung.

Buchstabe "M"

Mahltrog    
Reibsteintyp, bei dem der Läufer nicht über die gesamte Breite des Unterliegers reicht, wodurch eine im Querschnitt rinnenförmige Ausmahlung entsteht.

Meißel
früher aus Eisen mit Stahlschneide, später durch Ganzstahl ersetzt;

Meta    
Unterstein (Ständer) eines Mahlganges.

Mobilkran    
Fahrbarer Kran als Aufleger.

Mucken, Mücken    
1790: Mucken; unmittelbar auf dem Lavastrom aufliegende und in Lehm bzw. Lehmschicht eingebundene Lavakrotze (Knauer, geol. Topbreccie).

Mühlenauge    
Loch in der Mitte des Mühlsteins.

Mühlstein    
mdl. Müllestaan; 1200: molares, 1318: molares, 1389: Molensteyn, 1500: moelensteyn; Kreisförmiger Mahlstein; man unterscheidet die Mühlsteine nach ihrer Größe und Dicke.

Mühlsteinbruch    
855: Mulinart, Steinbruch, in dem Mühlsteine »gewonnen« werden.

Buchstabe "N"

Napoleonshut    
Volkstümliche, aber auch wissenschaftliche Bezeichnung für die vorgeschichtlichen Basaltlavareibsteine, speziell für deren höhere Formen (Sonderform der späten Getreidereibe; ein nach unten hin spitzförmiger Reibstein der Eisenzeit).  

Niederlage    
1789: Niederlage machen; Loslösen eines Steinblockes aus der Abbauwand.

Niedermendiger Feld    
Steinbrüche in Niedermendig.

Buchstabe "O"

Oberköpfe    
Ober-, Owerköpp bzw. kurz: Köpp (mdl.); 1790: Köpp; oberer Teil des Lavastromes; glasighart, verschlackt, kleinrissig, nur für Pflastersteine geeignet.

Oberlager    
Die obere Seite eines vom Steinhauer oder Steinmetz zu bearbeitenden Steines.

Ochsenfleisch    
scherzhafte Bezeichnung für Verletzungen an der Hand durch Fehlschläge.

Öllampe    
Beleuchtungsmittel untertage.

Buchstabe "P"

Pendelmühle    
Alter Begriff für die latènezeitlichen Handmühlen. Er entstammt der Vorstellung, diese seien nicht rotierend, sondern durch Hin- und Herbewegen betrieben worden. Dies ist sicher falsch.

Pickel    
Steinbearbeitungswerkzeug mit Spitze und Beilschneide.

Piedem    
Keile zum Verspannen des Deckgewölbes im Untertagebau; die Keile wurden in die natürlichen Rissstruktur des Geglöcks eingeschlagen; sie wurden auch als Auflager am Übergang der Schienen in das Geglöcks genutzt; ursprünglich hölzerne Keile, seit ca. 1870 Stahlkeile. (Kling, Mayen, 2007)

Pingen    
grubenförmige Schürfstellen.

Pinne    
Dübel, Nagel zum befestigen der Hällefte.

Pflasterstein    
mdl. Poweistaan; Straßenbelag; aus Basaltlava wurde ausschließlich Großpflaster hergestellt.

Pflastersteinhammer    
Kleines Steinmetzwerkzeug mit Schneide und Schäftungsloch zum Herstellen von Pflastersteinen.

Pflastersteinschläger    
kurz: Schläger; Hersteller von Pflastersteinen (1. und 2. Wahl); anfänglich während der Winter- bzw. Schlechtwetterzeit von Maurern ausgeübter Beruf; ausschließlich angelernte Arbeiter;

Platten
1689: Platten; Bodenbelag, heute auch Wandverkleidung;

Polier    
von Parlier; Vorarbeiter, Sprecher, Meister;

Prellsteine    
mdl. Puffere; Radabweiser, im Volksm. auch als Hundspisser bezeichnet.

putzen    
säubern der Bruchstelle von Rungen.

Putzhammer    
Handwerkszeug des Pflastersteinschlägers.

Buchstabe "Q"

Quellkeilspaltung    
Spaltung von Steinen mittels trockener hölzerner Keile, welche durch Wasserzugabe aufquellen und so den nötigen Spaltdruck liefern. Eher selten angewandte Variante der Keilspaltung.

Quere, Quirle, Quire    
mdl. Quere, Quersche; 1493: querlen von nuyen, 1500: queirlen, 1614: Qweren; kleinerer Mühlstein.

Buchstabe "R"

Randschlag    
erster Arbeitsgang bei einem Werkstück; Herstellung eines ebenen Randes, von dem aus das horizontalen Lager hergestellt wird  dort: Anlegung eines Randschlages; 1., 2. Randschlag)
Ein schmaler Randschlag wird am bossierten Block umlaufend auf einer Ebene angelegt, um eine zukünftige plane Fläche zu umschreiben. Diese Fläche wird dann vom Randschlag ausgehend zu ihrer Mitte hin herausgearbeitet.

Rampen(einfahrt)    
Zufahrtsweg für Lkw in die Kesselgruben; ab ca. 1950;

Reibsteine    
Angefertigte Steine, die in der Vorgeschichte für das Mahlen von Getreide benutzt wurden, wie z.B. Getreidereibe, Mahlplatten; Mahlstein, auf dem das Mahlgut, im Gegensatz zur Rundmühle, nicht durch eine drehende, sondern durch eine Längsbewegung zerkleinert wird. Es herrscht jedoch keine terminologische Einstimmigkeit, in manchen Publikationen wird auch der Läufer als Reibstein bezeichnet. Hier länglicher Stein mit planer Arbeitsfläche, auf welchem mittels Hin- und Herbewegen eines ebenfalls planen Läufers Getreide zerkleinert wird. Andere Bezeichnungen hierfür sind Getreidereibe, Schiebemühle bzw. Mahlstein. Letzterer Begriff bezeichnet Getreidereiben im steinzeitlichen Fundmaterial.

reißen    
Spalten eines Rohblockes (mdl.: ett räißt nett strack für einen fehlgeschlagene Spaltung eines Blocks)

Richtscheit/-latte    
Gerade Holzlatte, welche als Kontroll- und Hilfsmittel zum überprüfen einer ebenen Fläche dient; wurde zugleich auch als Lineal benutzt.

Ringmauer    
Trockenmauer des kreisförmiges Förderschachtes im Untertagebau.

Rinne, Rinnstein    
mdl. Kännelstaan bzw. Kännele (= enge Rinnsteine), auch: Flößjer (Straßenrinnsteine); ausgehöhlte Abflussrinnsteine.

Ritz    
1789: Ritz ; natürliche oder in den Stein vorgehauene Rinne über die eine Spaltung des Blocks erfolgen soll; vergl. Schlaue, Spalte.

Ritzeisen    
mit Stiel geführter Spitzmeißel der Bergleute.

Röhren    
in der chemischen Industrie verwendete Formsteine aus Basaltlava.

Rötel    
(Rötel, Winkeleisen, Latte, Rötel, Zollstock, Schreif).

Rötsch    
mdl. Röötsch; Abraumhalde für den Oberboden, der unbrauchbaren Oberköpfen bzw. des Hütten- und Produktionsabfalls (auch als Flurname überliefert).

Rohmaße    
Maße eines rohen Blocks. Diese sind um einige Zentimeter Sicherheitszuschlag (Bruchzoll) größer als die des fertigen, überarbeiteten Blocks.

Rost    
in der chemischen Industrie verwendeter Formstein aus Basaltlava.

rüsten    
Arbeitsgang bei der Fertigstellung des Mühlsteines durch kranzförmiges, (feines) spitzen.

(ge-)rüstet    
fein gespitzte Lauffläche eines Mühlsteines mit Ausnahme eines Streifens um das Mittelloch und an der Außenkante

Runge    
(meist lose) messerscharfe Steinscheibe an der Bruchstelle des gelösten Steines.

Buchstabe "S"

Säulenkopfspaltung    
Abspaltung des schmalen Endes einer Basaltlava-Säule. In einem ersten Schritt angewendet, um eine ebene Fläche quer zur Säule zu erhalten. Weitere Spaltungen ergeben dann Mühlsteinrohlinge mit annähernd parallelen Seiten.

Säuresteine    
in der chemischen Industrie verwendete Form- bzw. Werksteine aus Basaltlava.

Sandreif    
mdl. Sandraf; auf dem Lös liegt bei Mayen eine dünne Schicht Vulkanasche.

Sattelmühle    
Synonyme Bezeichnung für Schiebemühle. Der Begriff bezieht sich auf die im Längsschnitt oft sattelförmige Ausreibung des Unterliegers, wenn der Läufer nicht bis zu den beiden Enden der Reibfläche geführt wird.

Schablone    
Profilmuster zu anzeichnen bzw. zum Überprüfen.

Schachtring    
ist das im Durchmesser des Schachtes durchteufte Siegel.

Schale(n)    
mdl. Schalle(n); zweifache Bedeutung: 1. durch eingesickerten Lehm mit einer Lehmkruste überzogene Basaltsäule; 2. größere Abschläge (= Abfall) beim Aushauen eines Werkstückes; auch als Mauerstein verwendet (= Schallenmauerwerk);

Schalrinne    
Über die gesamte gewünschte Spaltungslinie verlaufende Rinne mit wannenförmigem Querschnitt, in deren Grund Keiltaschen angelegt wurden. Durch sie können die Keile und Keilwirkung tiefer im Stein zur Wirkung kommen. Die Bezeichnung rührt daher, dass sie auch angewendet wird, um verwitterte Gesteinspartien an der Oberfläche zu beseitigen und so ein Ausschalen der Spaltung zu verhindern.

Schärfrillen    
geben den Mahlflächen der Mühlsteine größere Wirksamkeit.

scharrieren    
mit dem Scharriereisen geebnete Fläche.

Scharriert    
feinbearbeitete Steinfläche.

Scharrierhammer    
Dötzer.

Scheidweck    
(kleiner?) Weck, in der Regel mit beigesetzten Lämel verarbeitet.

Schell    
Samstag zwischen den Samstags-Zahltagen (Kihr), auch Zwischensamstag, mdl. Zwöschesamstag.

Schemel    
meist einbeiniger (auch drei-, vierbeiniger?) Sitzschemel, zumeist mit runder Sitzfläche.

Schiebemühle    
Reibsteintyp, bei dem der Läufer über die gesamte Breite des Unterliegers reicht und mit beiden Händen geschoben werden kann. Hierdurch entsteht eine im Querschnitt gerade Abarbeitung der Reibfläche (im Gegensatz z.B. zum Mahltrog).

Schiene    
mdl. Schinne; 1789: Schiene; 1790: Schiene; einzelne, abbauwürdige Basaltsäule im Lavastrom; auch Stämme genannt.

Schießpulver    
Schwarzpulver; Sprengmittel aus Salpeter, Schwefel und Kohlenstoff.

Schlag    
gleicht der Durchhau; bestehend aus einer Beilschneide, jedoch mit einer keilförmigen Schlagfläche; eine Entwicklung der neueren Zeit; diente zur Rohbearbeitung der gewonnenen Steinblöcke, zur Bearbeitung der Kanten und zum Durchhauen kleinerer Steine; gehörte auch zum Handwerkszeug des Pflastersteinschlägers.  

Schlag    
mdl. Schlach, Schläsch; große, brotlaibförmige bis tellerartige Basaltlava-Abfallstücke, die beim Ausschlagen der Werksteine abfallen; diese Abfallsteine wurden auch für die Herstellung von Mauerwerk – meist die nicht von der Straße einsichtigen Rück- und Giebelseiten eines Hauses verwendet.

Schlageisen    
Meißel, der jedoch nur aus Teilstahl besteht (U 43);  (Beizeisen), ca. 20 cm langes, einhändig geführtes Eisen mit 2 bis 4 cm breiter Schneide, vom Klöpfel getrieben, zum Hauen von Profilen, Randschlägen und zur feineren Flächenbearbeitung (hierfür in breiterer Ausführung Scharriereisen genannt).

Schlagmale, Schlagmarke    
Die einzelne, durch jedes Auftreffen des Werkzeuges entstehende Bearbeitungsspur. Diese hebt sich im Falle der Basaltlava, bedingt durch die Zertrümmerung des Kristallgefüges an der Gesteinsober-fläche, als helle Fläche von der dunklen Lava ab.

Schlagspaltung    
Vorgeschichtliche Steinbruchtechnik. Mit schweren Rillenbeilen (Schlegeln) aus Hartgesteinen wird das Gestein zermürbt und eine breite, u-förmige Rinne ausgeschlagen. Die sich dabei bildenden oberflächlichen kleinen Risse vereinigen sich mit der Zeit, dringen tiefer in das Gestein und führen letztlich zum Durchreißen. Wird – mit eisernen Hämmern – teilweise noch bis heute ausgeübt; da hierbei das Gestein nach wenigen Schlägen reißt, entsteht keine Rinne.

Schlagstein    
Werkzeug zur Steinbearbeitung (Klopfstein)

Scharfzumachendes    
mdl. Scharfmaares; Scharfzumachendes bedeutet Werkzeuge, die beim Schmied geschärft werden sollen;

Schlaue    
1789: Schlaue; Ritze, Spalte, in einer Basaltschiene, -säule, die zum Spaltvorgang durch den Layer genutzt wurde.

Schleppkette    
kurze, starke Kette, welche zur Umschlingung eines Rohblocks (Knaupen?) dient, in welche dann die Treibekette eingehängt wird, um den Block zu Tage zu ziehen.
 
Schmiede    
über die Grubenfelder waren mehrere Schmieden verteilt, die während der Mittagspause oder nach Arbeitsende das Werkzeug der Steinbrecher und Steinhauer schärften; SAUERBORN hat folgende Schmieden überliefert: Scheidt, Endres, Bell, Zeininger, Schumacher, Schlich, Lung, Müller, Kapp und Dahm.

Schmiedenlohn    
mdl. Schmiddelunn, auch Schmiddjeld; wurde alle 14 Tage am Ende einer Kihr durch die Gesellen (Layer, Steinhauer) dem Schmied entrichtet.

Schmiege    
einstellbares Winkelmaß.

Schmierweck    
mdl. Schmerweck; eingeschmierte, eingefettete Wecke, damit ein gleichmäßiges Anpressen der Keile beim Spalten erzeugt wird.

Schorp    
Mauernische (Ablage) in der Steinhauerhütte

Schotterbruch    
Steinbruch (Untertage/Übertage), in dem Basaltlava für die Schotterherstellung gewonnen wurde.

Schotterwerk    
Brechanlage zur Herstellung von Schotter bzw. Kies aus Abraum und Steinabfällen.

Schrämgraben    
Schrämgräben werden bei der Schrämtechnik um einen herauszulösenden Block eingetieft, welcher dann von seiner Unterseite abgekeilt wird.

Schrämtechnik    
Spezielle Abbautechnik. Eine waagerecht im Bruchboden angelegte größere Fläche dient als Ausgangsebene für ein Raster von Schrämgräben, die entsprechend der gewünschten Blockhöhe senkrecht eingetieft werden. Die Gräbenabstände richten sich dabei nach der geforderten Blockbreite und -tiefe.

Schreif    
mdl. Bezeichnung; Schreibgerät aus gelben, weichem, helltonig verwittertem Tonschiefer (Devonschiefer) zum Anreißen von Werkstücken auf dem Roh- bzw. halbfertigen Material; wurde selbst im Mendiger Abbaugebiet aus Mayen, Flur Pluns besorgt; rotgelber Schiefer (Rötelstein).

Schrothammer    
Steinbearbeitungswerkzeug mit Beilschneide und Schlagbahn;

Schrottechnik    
auch Schrötertechnik; Vorgeschichtliches Spaltverfahren, bei dem in eine vorher angelegte Rinne ein Keilhammer gesetzt wird, auf welchen mit einem anderen, von einer weiteren Person geführten Werkzeug die Schläge ausgeführt werden.

Schrotspaltung (-technik)    
Spezielle, effektivere Art der Schlagspaltung. Zuerst wird eine Rille (Schrotrille, Schrot) längs der Spaltungslinie geschlagen. Durch diese Rille wird die Meißelschneide eines eisernen Schrothammers unter fortwährenden Schlägen auf denselben geführt, wodurch sich ein Riss bildet, welcher den Stein spaltet.

schruppen, jeschruppt    
mdl. Bezeichnung; eifrig gehauen, fleißig gearbeitet.
Schrunden    

mdl. Schrunne (my), Schrenne (men); Hautrisse in den Händen von der harten Handarbeit; meist in der kälteren Jahreszeit.

Schürjar    
mdl. Bezeichnung für Fuhrleute, die den Transport der Werksteine zum Andernacher Hafen oder zur Bahnrampe und zu den Verladerampen (z.B. Eichrampe) besorgten.

Schussloch    
Zur Einbringung einer Sprengladung gebohrtes Loch.

Schwarzpulver    
Schießpulver; bevorzugter Sprengstoff im Grubenfeld, der eine schiebende Wirkung hat, damit der Stein nicht zerreißt.

Schweißschlacke    
Zusammengeschweißte vulkanische Wurfschlacken, die sich in der Umgebung einer Ausbruchstelle in großen, kompakten Schichten ablagern können. Die einzelnen Poren dieses Materials sind gröber und scharfkantiger als diejenigen der eigentlichen Basaltlava.

Sechzehner    
Mühlstein von 16 Zoll (Daumen) Dicke und 16 Palm (Hand) Durchmesser.

Segmente    
mdl. Sechmente; Einsätze für eiserne Holländerwalzen von Papiermühlen.

Seigert    
lokal: Seiert; (= senkrecht); Parzellengrenze bzw. Grenzwand des Steinbruches (Eigentumsgrenze), stehengebliebener Grenzstreifen aus Basaltlavaschienen.

Seilsäge    
Schneidemaschine mittels laufendem, mit Sand und Wasser gekühltem Drahtseil; wurde sowohl bei der Gewinnung (5-6 mm starkes Seil) als auch bei der Verarbeitung eingesetzt.

Setzkeil    
Metallkeil, der zur Vorbereitung einer Spaltmaßnahme an den gewünschten Bruchstellen ins Gestein getrieben wird.

Setzspaltung    
Von oben senkrecht nach unten ausgeführte Spaltung.

Siebzehner    
Mühlstein von 17 Zoll (Daumen) Dicke und 17 Palm (Hand) Durchmesser.

Siegel    
auch Köpfe, Decke genannt; oberer, dünnsäuliger, nicht nutzbarer Teil des Lavastromes, der im Untertagebau als Deckgebirge/Gewölbe (Geglöck, Arme) der Abbauhallen diente, die unteren, zur Halle sichtbaren Enden wurden Glocken genannt.

Silberganz    
Fehlerfrei hergestellter Mühlstein, von allerbester Qualität, ohne schädliche Risse, Einschlüsse.

Silberkaninchen    
mdl. Silwaknäin (my); Seleweknäin (men); sinnbildlich-spotthafte Bezeichnung der Layer für einen Kothaufen (Notdurft), der im nasskalten Klima Untertage mit der Zeit einen silberfarbenen Flaum annimmt und im Dunkel leuchtet. Vermutlich ein nach Bekanntwerden der Tierrasse Anfang des 18. Jahrhunderts eingeführter Begriff in die Layersprache.

Spalte    
1789: Spalt; natürlicher Riss in einer Basaltschiene, -säule, die beim Spaltvorgang vom Layer genutzt wurde;

Spaltrille    
Beim Vorgeschichtlichen Spaltverfahren an der Gesteinsoberfläche angelegte Rinne, die die spätere Spaltrichtung vorgeben und die Schläge tiefer ins Gestein leiten soll; Spannkette    zur Sicherung der Ladung (= Fraadel);

Spitz, Spitz(e), -hammer    
Werkhammer mit spitzem Bearbeitungskopf, in der Regel als Doppelspitzhammer (= Zweispitz); seit vorgeschichtlicher Zeit üblich; diente zum Ziehen von Keilrinnen sowie zur Herstellung der Rohform des Werkstückes nach dem Ausschlagevorgang und vor der Oberflächenberbeitung.

spitzen, überspitzen    
Oberflächenbearbeitung an einem Werkstein nach dem Bossieren mit einem spitzen Hammer bzw. mit der Spitz(e). Charakteristische Spuren sind dicht gesäte, runde und kleine Schlagmale.

Spitzeisen    
Spitzmeißel, ca. 20 cm langes, einhändig geführtes Eisen mit pyramidaler Spitze, von Klöpfel oder zumeist Fäustel getrieben, dient zur groben Beseitigung von Bossen bis zur feineren Flächenbearbeitung.

Spitzfläche    
ein beidhändig geführtes Kombinations-Hauwerkzeug, bei dem die eine Seite des eisernen Kopfes als Spitze und die andere als Fläche ausgebildet ist.

Spitznut    
Trennrille für Schrothammer oder Eisenkelle.

Spor, Spur    
Stützmauer aus Trockenmauerwerk zur Abstützung des Schuttes.

Sprengeisen    
auch Sprenger, Preller genannt; Meißel, zum Absprengen einer Kante; diente als Ersatz für das Schlageisen.

sprengen    
mdl. sprenge, jesprengt; mit dem Sprengeisen eine Kante ausschlagen.

Sprengkiste    
mdl. Pollewerkest (my), Pollewerkäest (men); Kiste zur Aufbewahrung von Sprengmitteln, Sprengstoffen; solche Kisten wurden am Steinbruch in besonderen, abgeriegelten Gebäuden (»Häuschen«) untergebracht.

Stamm, Stämme    
Bildsprache, die den Lavastrom mit einem Baum vergleicht; so 1790: der Dielstein sey die Wurzel, die Schiene der Stamm, die Glocken die Aeste.  einzelne, abbauwürdige Basaltsäule, Schiene, im Lavastrom.

Stand    
wenn bei dem Mühlsteingrubenbetrieb vom Geglöck nach der Teufe hin der Abbau der Schienen vorgenommen wird, so sind die Layer observanzmäßig verpflichtet, um später wieder weiter abglocken zu können, einen Stand, das sind 4 Quadratfuß des Geglöcks, stehen zu lassen.

Stahlseil    
mit Krampe und Ring bei Förderkränen.

Steinkarre    
Transportkarre zum Bewegen von Werkstücken.

Steinhauer
(Steinmetz ???) Berufsbezeichnung für denjenigen, der den Stein fertig bearbeitet; entstand mit der Trennung der Weiterverarbeitung vom Brechvorgang; Steinhauer arbeiten daher nicht im Bruch, sondern auf dem in der Nähe gelegenen, übertägigen Arbeits- und Werkplatz; die Arbeit der Steinhauer wird im Tagelohn oder im Verding der zu bearbeitenden Steine bezahlt.

Steinhauerhütte    
dreiseitig geschlossener, zu vierten Seite offener und der Wetterseite abgekehrter mit einem schrägen Dach überdeckter Arbeitsplatz, in den rückwärtigen Mauernischen wurden Kleinwerkzeuge wie Hammer und Keile usw. aufbewahrt.

Steinkaule    
Steinbruch, Kaule.

Steinkuppe    
(wohl Steinknuppe?!) Nicht abgebaute Lavareste, entweder dichte, harte, nicht verarbeitbare Schienen (= Fram) oder lockere schlackenähnliche Partien die »Fäul« hatten und deswegen nicht abbauwürdig waren.

Steinmetz    
1350: lat. lapicides (Steinmetz), genannt werden: Meister Gerlach, Girnod, der Steinmetz von Kottenheim, Arnold, Gerhard;  1789: Steinmetz; Berufsbezeichnung für Bearbeiter von Steinen (z.B. Werksteine, Grabsteine, Basaltkreuze usw.), jedoch keine Mühlsteine.

Stiche    
Fehler (natürlicher Haarriss) im Stein.

Stoßspaltung    
Setzspaltung.

Stockhammer    
mdl. Gröndel; Hammer mit 15 pyramidenförmigen Spitzen.

Stollenrösche    
eingeebnete Fläche vor dem Stolleneingang.

Streiche    
meist in Kreuzform auf die Rohstücke eingebrachte Richtfläche/-kanäle, von denen mittels Kontrolle durch Richtscheite die Oberfläche des Werkstückes herausgearbeitet wird.

Stromschlacke
verschlackte Lava an einem Lavastrom.

Buchstabe "T"

Tagelöhner    
mdl. Dachlünner; Hilfsarbeiter, meist für Räumarbeiten.

Tauch    
rötliche Absonderung der Basaltlava (braune Lavamassen, Schlacken), meist über den Oberköpfen des Basaltvorkommens, reichte manchmal tief ins Gestein; der Layer sagt: die Lava sei verbrannt.

Traacht    
mdl. Bezeichnung; Arbeitsplatz an der Unter-/Übertagegrube, wo die Werksteine gelagert und zugerichtet wurden.

Traghebel    
Knüppel zum Tragen von Lasten durch mehrere Arbeiter.

Treetzen    
lat. Trezenum, der dem Landesherrn als laudenium für die Erlaubnis des Verkaufs [von Mühlsteinen] abzugebende dreizehnte Teil des Kaufpreises.

Treiben    
Herausziehen der Rohblöcke mit dem Göpelwerk mit Pferd und Treiber.

Treibekette    
(treiben im Sinne von ausfördern) schwere Kett, welche zu Fördern mit der Winde angewendet wird;  es heißt auch: Treibeschacht, Treibetonne, Treibewerk für den Göpel;

Trift    
senkrecht nach oben führender Förderbereich beim Untertagebau.

triften    
mdl. treft; Beiziehen des seitlich vom Förderschacht bzw. der Trift gelegenen Fördergutes mit dem Göpelwerk;

Triften (die)    
Fördergut, das getriftet werden muss.

Teufe    
Tiefe der Abbausohle bzw. Abbautiefe im Untertagebau;

Teuft    
mdl. Deuft; »in der Teufe«: in der Tiefe des Steinbruches, auf der Abbausohle; unterer Abbau des Stromes.

Trockenmauer    
ohne Mörtel, »trocken« aufgesetztes Mauerwerk, das zum Verbau von Oberboden sowohl beim unterirdischen Abbau, als auch im Tagebau notwendig war; Trockenmauern wurden zum Teil auch bei der Anlegung von Verladerampen eingesetzt.

Buchstabe "U"

Überflächen    
Flächen.

Überspitzen    
Spitzen.

Umgang
Bewegungsraum des Däuarmes am Göpelwerk.

umwerfen    
wenden des Mühl- bzw. Werksteines während des Bearbeitungsprozesses, damit auch die zweite bzw. Gegenseite bearbeitet konnte.

Unganz    
mdl. Onjänz; Mühlstein, Werkstein mit schädlichem Riss;

Unterlieger    
Unbeweglicher, unterer Teil einer Mühle oder eines Reibsteinpaars, im Gegensatz zum Läufer.  Im Volksmund auch als Faulenzer bezeichnet.

Buchstabe "V"

verbellt    
(kommt von dem Werkzeug?) Verletzung durch einseitige Schonung bzw. Belastung der Hand; musste operiert werden (nicht zu verwechseln mit einer Prellung verprellt?)

verörtern    
Einlagern; Auffüllen eines unterirdischen Abbaues mit Schläg; Einstapeln des Abfalles; dabei werden Stützmauern erforderlich

versehen    
(optische) Überprüfung des Randschlages ? mit der Richtlatte und dem Auge.

Vertikalspaltung    
Senkrecht angelegte Spaltung.

Vierkantsteine    
1200: quadrati lapides ; damit werden wohl Mauersteine, Mauerquader bezeichnet.

Vierzehner    
Mühlstein von 14 Zoll (Daumen) Dicke und 14 Palm (Hand) Durchmesser.  

Viertelche    
mdl. Vierelche; Bezeichnung im Mayen-Mendiger Steinbruchgebiet für eine Portion (= ¼ Pfund, mdl. Ponner) Wurst;

Buchstabe "W"

Wacke(n), Wake(n)    
weiße Quarzeinschlüsse in der Basaltlava; können bis zur Faust-größe erreichen.
vergl. auch Flurbezeichnung »An den weißen Waken« am Rande des Mayener Lavastromes.

wätze    
mdl. Bezeichnung; schnell, hier im Sinne von schnell arbeiten.

Walze    
aus Holz, später auch aus Stahl, zum rollen der Werkstücke

Walzen    
aus Basaltlava für die Papierindustrie.

Watzen    
mdl. Watz; kantige Eisen- bzw. Stahlstücke/-plättchen die bei der Steinspaltung die Keile führen.

Weck    
Spaltkeile aus Holz, Eisen oder Stahl zum Spalten eines Rohblockes; die Wecke wurde in eine Spaltrille oder Keiltasche, beiderseits von Stahlplättchen (Watzen oder Lämel) gehalten, getrieben: man unterscheidet zwischen Scheid- und Klaafweck.

Weckhammer    
gedrungener, globiger Hammer mit schwunkem Stiel (12-13 Pfund), mit dem die Wecke in den Stein getrieben wurden.

Werksteinbruch    
Steinbruch (Untertage/Übertage), in dem für Werksteinarbeiten geeignete Basaltlava gewonnen wurde.

Wetzkopf    
Spezialhammer mit hohlrunder Schlagfläche (konkav, 2 Zoll Durchmesser) einerseits und gekrümmter Spitze andererseits, 12-13 bzw. 14-16 Pfd. Gewicht;  das spitze Ende dient zum Einhauen einer Rinne (Schram, Spur) in das Gestein zur Vorbereitung der Spaltung; das andere Ende dient zum Ausschlagen der Rohform aus dem gewonnenen Rohblock.

Winde    
mdl. Wenn; 1389: Wynde, 1500: wynde, 1789: Winde; 1790: Winde-Maschine; siehe Göpelwerk.

Winkel    
rechter Winkel aus Stahl, mit zwei verschieden langen Schenkeln (U 43);  Winkel/Richtscheit, ungleichschenkeliges, an der Außenkante rechtwinkeliges Holz, auch als Holzlatte, zum Ersehen (Kontrollieren) von Flächen.

Wolf    
1500: wolffger, 1682: Wölfchen, 1789: Wolf; Mühlstein von 12 Zoll (Daumen) Dicke und 12 Palm (Hand) Durchmesser.

Wolf    
mdl. Wolf; keilförmiger Einsatz zum Einhängen eines Blockes in die Kette.

Wurfschlacke    
Aus einem Vulkankrater ausgeworfene vulkanische Schlacken, meist in Kraternähe abgelagert.

Wurzel    
Bildsprache, die den Lavastrom mit einem Baum vergleicht; so 1790: der Dielstein sey die Wurzel, die Schiene der Stamm, die Glocken die Aeste; unterer, nicht abbauwürdiger Teil des Lavastromes, Dielstein.

Buchstabe "Z"

Zahneisen    
ein Schlageisen mit gezahnter Schneide zur gröberen Flächenbearbeitung nach dem Spitzen.

Zahnfläche    
wie die Fläche, jedoch mit gezahnter Schneide, zumeist nur einseitig, zur gröberen Bearbeitung einer Werkfläche nach dem Spitzen.

Zahnstangenwinde    
Handgeräte zum Bewegen von Lasten.

Zirkel    
großes, speziell für das Anreißen eines Kreises oder Kreisbogens auf einem Werkstück gebrauchtes Reißzeug; ursprünglich: eine gebogene Gerte, die von einer Schnur in die gewünschte Größe eingestellt werden konnte. An einem Ende war ein Nagel angesetzt, am anderen Ende wurde in einen Spalt ein Stück Schreif eingeklemmt,  aus zwei durch ein Scharrier drehbar miteinander verbundenen, geraden Schenkeln, die in Spitze auslaufen, bestehend aus Holz mit Führungsbogen und Metallspitzen oder in kleinerer Ausführung auch ohne Führungsbogen aus Metall.

Zollstock    
Messstock zum Abmessen einer Strecke.

Zubehör    
mdl. Zobehür; als Zubehör zum Trinken eines Bierfässchens wurde das Essen – Wurst und Brot – bezeichnet.

Zug    
Bevorzugte natürliche Spaltungsrichtung eines Gesteins. Meist parallel zum Lager verlaufend.

Zweispitz    
auch Doppelspitze, Spitzhaue, Spitzhammer genannt; beidhändig geführtes Hauwerkzeug bzw. Werkhammer zur groben Bearbeitung von Rohstücken; Kopfstück aus Eisen mit beidseitig vierkantig zu einer Spitze ausgeschmiedetem Hammerkopf und einem Schäftungsloch mit kürzerem Holzstiel.

Zwölfer
auch Wolf genannt; Mühlstein von 12 Zoll (Daumen) Dicke und 12 Palm (Hand) Durchmesser.

Literatur

Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter: Historisch-geographische Landesaufnahme des Mayener Grubenfeldes. Teil 1 & 2. Bonn 1999, S. 90 ff.

Hörter, Fridolin: Getreidereiben und Mühlsteine aus der Eifel. Ein Beitrag zur Steinbruch- und Mühlengeschichte. Mayen 1994, S. 179 ff.

Mangartz, Fritz: Römischer Basaltlava-Abbau zwischen Eifel und Rhein. (= Monographien des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Bd. 75, zugleich Vulkanpark-Forschungen. Untersuchungen zur Landschafts- und Kulturgeschichte, Bd.7), Mainz 2008, S. 323 ff.

Nöggerath, Jacob: Die örtlichen technischen Ausdrücke bei dem linksrheinischen Steinbruchbetriebe. In: Brassert, H. / Achenbach, H. (Hrsg.): Zeitschrift für Bergrecht, 12. Jg., Bonn 1871, S. 360-377.

Das Glossar stützt sich hauptsächlich auf die Angaben von Heinrich Sauerborn (1893-1976), Albert Urmersbach (1919-2004), hinsichtlich der mundartlichen Begriffe auf Walter Fischer (1893-1963) und Peter Steffens (1914- 1989).